Mitarbeiterbindung

So halten Sie Ihre Besten! Maßnahmen und Instrumente zur Mitarbeiterbindung

Ob nun gerade eine Krise wie die Covid-19 Pandemie auf der Wirtschaft lastet oder die Konjunktur strotzt vor Kraft: Die Mitarbeiterbindung wird in den nächsten Jahren ein entscheidendes Kriterium für den Unternehmenserfolg sein. Dafür sorgt alleine schon die Demographie, die die Anzahl qualifizierter Arbeitskräfte zwangsläufig deutlich reduziert. Das ist schon heute in vielen Branchen jeden Tag zu spüren, wo die Mitarbeitenden aus den geburtenstarken Jahrgängen 1955-1969 (Baby Boomer) jetzt nach und nach in Rente gehen.

Zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind eindeutig das größte Kapital eines erfolgreich geführten Unternehmens. Wer insbesondere seine besten Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen binden möchte, sollte daher ein angenehmes und bereicherndes Arbeitsklima schaffen. Und das hat weniger mit Gehalt oder anderen Hard Facts zu tun, sondern da spielen die sogenannten weichen Faktoren wie die interne Kommunikation, Feedback-Kultur und gute Mitarbeiterführung eine große, oft nicht genug beachtete Rolle.

Wir stellen Dir hier die wichtigsten Instrumente und Maßnahmen einer erfolgreichen Mitarbeiterbindung vor.

Übersicht

 

Das Handlungsfeld für die Mitarbeiterbindungsmaßnahmen liegt im Personalmanagement. Arbeitnehmer sind als Menschen immer wieder in Sinnfindungsprozessen. Dabei sollen sich mit dem Unternehmen identifizieren können, wodurch eine höhere Motivation und stärkere Bindung entstehen.

Vorab sollte ein oft geäußertes Missverständnis ausgeräumt werden: Mitarbeiterbindung heißt nicht, dass der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer fortan auf Händen trägt oder selbst kürzer treten muss. Es geht ebenso wie auch bei Begriff der Motivation eindeutig nicht um Verbesserung der Entlohnung und von Benefits. Eine marktgerechte Vergütung ist eher als eine Grundlage zu sehen, die auch im Vorfeld geleistet werden muss und per se nicht die Mitarbeiterbindung verbessert. Die Vergütung ist beim Einstieg eines Arbeitnehmers teils sehr relevant, verliert sich aber später im Berufsleben nach und nach als Kriterium für die Mitarbeiterbindung. Niemand will unterbezahlt sein, aber ob er ein Unternehmen verlässt, hat heute in der Regel andere Gründe. 

Es geht in der modernen Definition von Mitarbeiterbindung darum, dass beide Parteien, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, gegenseitig Wertschätzung empfinden und sich so aufstellen wollen, dass sie gemeinsam mehr erreichen können. Es ist eine Partnerschaft. Es ist kein Nullsummenspiel, keine Umverteilung von unten nach oben, sondern es wird tatsächlich Mehrwert für alle erzeugt, wenn wir uns ernsthaft mit diesen Konzepten auseinander setzen.

So schaffen wir ein Denken wo beide gewinnen oder wie man im englischen sagt: eine Win-Win-Situation

Ziele der Mitarbeiterbindung

  • Geringere Fluktuation und damit einhergehende Kostenersparnis
  • Angenehmes Arbeitsklima durch erfolgreiche Teamarbeit
  • Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt
  • Erhaltung von besonderem Knowhow und branchenspezifischem Wissen
  • Optimierung von internen Prozessen
  • Höhere Leistungsstandards durch Förderung und Weiterbildung der Mitarbeiter
  • Bessere Kundenbindung durch bestehende Kontaktpersonen

Warum Mitarbeiterbindung so wichtig ist

Im deutschsprachigen Raum gibt es nichts mehr rumzudeuteln: Die Babyboomer gehen in Rente, die Demographie schlägt voll durch. Junge und mittelalte qualifizierte Mitarbeiter stehen einer hohen Anzahl offener Stellen gegenüber. Schulabgänger versuchen sich immer mehr akademisch zu qualifizieren und sind wählerischer geworden, die Berufsfelder entsprechen gewissen Moden und traditionelle, wenn auch erfolgreiche Branchen, sind da oft die Verlierer. Das Elternhaus gibt heute eher nur noch selten vor, dass man es doch bitte im gleichen Unternehmen wie Vater oder Mutter probieren solle. Dass die wirtschaftliche Dynamik großen Erfolg und Stabilität nicht unbedingt in traditionellen Unternehmen garantiert, wissen auch die Älteren. Alte Gewissheiten zählen wenig, nur die Veränderung ist eine Konstante geworden, auf die man sich verlassen kann. Das Erfolgsgeheimnis für die klügsten Unternehmen ist ökonomisch schlicht und lautet also nicht, nur die besten Kräfte für das Unternehmen zu rekrutieren, sondern diese High Potentials nach der Rekrutierung besser zu binden und zu halten.

Fachkräftemangel entsteht auch durch sich ändernde berufliche Anforderungsprofile. Der Prozess der fortschreitenden Digitalisierung ist ein wesentlicher Treiber dieser Evolution, aber es ist nicht der einzige Treiber, der Mitarbeiterbindung wichtiger hat werden lassen. Aber eine Volkswirtschaft, die sich in den letzten 50 Jahren eigentlich auf die Loyalität und Treue Ihrer Mitarbeiter verlassen konnte, hat nicht unbedingt große Erfahrungen darin, das Konzept der Mitarbeiterbindung zu verstehen. Viele wissen nicht: Eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung beginnt schon im Bewerbungsprozess selbst. Wenn ein potenzieller neuer Arbeitnehmer sich bei einem Vorstellungsgespräch wohlfühlt, ist die Wahrscheinlichkeit einer stärkeren Bindung zum Unternehmen höher. Wenn dieses Wohlgefühl also in Stufe 1 schon nicht gelingt, wird es deutlich schwieriger, es später auch mit großem Aufwand zu erzeugen. Diese Vorspannung auf das Unternehmen, die Phantasie über die Verbesserungen zum jetzigen Arbeitsumfeld, diese steigern die Motivation und die Bereitschaft, sich einzubringen. Es wäre fatal, schon in dieser frühen Phase eher Argumente dafür zu liefern, dass ein Job in diesem Unternehmen eben nur ein Job sei. Eine erfüllende und herausfordernde Tätigkeit in einem angenehmen Arbeitsumfeld zu schaffen ist auch ein Sehnsuchtsort vieler Arbeitnehmer*innen, den man würdigen muss.

Häufig wechselnde Mitarbeitende ziehen hohe Kosten und zeitaufwendige Bewerbungsprozesse nach sich. Der Veränderungsprozess absorbiert auch viel Energie und Kraft bei den verbleibenden Vorgesetzten und Kollegen. Neue Mitarbeitende müssen eingearbeitet werden und können meist erst nach längerer Zeit die gleiche Leistung erbringen wie ihre Vorgänger. Ein bestehendes, austariertes Team kann dagegen gemeinsam wachsen und sich weiterentwickeln, was letztendlich für eine produktive Arbeitsatmosphäre sorgt. Die Mitarbeiter fühlen sich wohl und tragen dieses positive Arbeitsklima an ihre Kunden weiter. Eines ist sicher: Selbst der kongenialste Unternehmensgründer erreicht nur außergewöhnliche Ergebnisse, wenn sein Team mindestens genauso außergewöhnliche und herausfordernde Ziele verfolgt. Und dazu muss die Bereitschaft, sich einzubringen, unterstützt werden. Wer diese Prozesse bewußt oder unbewußt blockiert, wird mehr und mehr schwindende Leistungen in seinem Team feststellen müssen.

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Konzepte für die Mitarbeiterbindung

Für die Mitarbeiterbindung in Unternehmen gibt es verschiedene wissenschaftlich fundierte und in der Praxis überprüfte Konzepte. Jedes Unternehmen ist unterschiedlich, genau wie seine Mitarbeiter. Deshalb funktionieren auch nicht überall dieselben Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung. Statt nach einer pauschalen Lösung für eine bessere Mitarbeiterbindung zu suchen, sollten Unternehmen auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen und darauf aufbauend ein passendes Konzept suchen.

Welche Maßnahmen letztendlich die richtige Wahl für ein Unternehmen sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu diesen zählen:

  • Die Größe des Unternehmens
  • Das zur Verfügung stehende Budget
  • Die Erwartungen und Wünsche der Mitarbeiter
  • Die Altersstruktur der Belegschaft und deren Interessen
  • In der Branche oder im Umfeld des Unternehmens übliche Standards
  • öffentliche Meinung (was hält die öffentliche Meinung für selbstverständlich?)

Bei den Konzepten zur Mitarbeiterbindung wird zwischen dem sogenannten Gießkannenprinzip und der selektiven Mitarbeiterbindung unterschieden.

Wir stellen Dir beide Konzepte vor:

Das Gießkannenprinzip für die Mitarbeiterbindung

Das Gießkannenprinzip sieht vor, alle Maßnahmen gleichermaßen auf die Mitarbeiter zu verteilen. Solche Maßnahmen können kostenlose Kaffee- und Obst-Angebote, Seminarreisen, Fitness-Mitgliedschaften, Angebote zur Kinderbetreuung oder die Tischtennisplatte im Aufenthaltsraum des Büros sein. Diese Angebote sind keinen einzelnen Personen vorenthalten, sondern alle Mitarbeiter können gleichermaßen davon profitieren. Die Maßnahmen selbst sind bereits auf die Stärkung des Teamgeists und die gesteigerte Attraktivität des Arbeitsumfelds ausgelegt.

Dennoch gelingt es meist nicht, auch wirklich alle Mitarbeiter mit diesen Angeboten zu erreichen, da sie meist nur bestimmte Alters- oder Interessengruppen ansprechen. Ältere oder kinderlose Mitarbeiter ziehen beispielsweise keine Vorteile aus einer internen Kinderbetreuung, während Mitarbeiter mit Familie oftmals keine zusätzliche Zeit für Seminarreisen aufbringen können. Daher ist es wichtig, verschiedene Angebote zu fördern, bei denen für jeden etwas Sinnvolles dabei ist.

Die selektive Mitarbeiterbindung

Bei der selektiven Mitarbeiterbindung werden ausgewählte Mitarbeiter bevorzugt behandelt, indem nur sie Vorteile erhalten. Der Fokus liegt hier auf jenen Personen, die durch bestimmte Qualifikationen besonders wertvoll für das Unternehmen sind und deren Verlust sehr schwerwiegend wäre. Durch die selektive Mitarbeiterbindung kann Geld eingespart werden, da nur die wichtigsten Mitarbeiter im Unternehmen mit Angeboten gebunden werden sollen. Auch Low-Performer können durch diese Anreize angespornt werden, durch hohe Motivation und Leistungsbereitschaft künftig ebenfalls von den Vorteilen zu profitieren.

Dieses Konzept birgt dennoch die Gefahr, dass Mitarbeiter, die keine Vorteile erhalten, sich ungerecht behandelt oder nicht wertgeschätzt fühlen. Dadurch können Konkurrenzdruck und ein negatives Arbeitsklima entstehen. Sowohl die Branche wie die bestehende Belegschaft kann sich für ein kompetitives Klima eignen (bspw. in einer Unternehmensberatung, Investment Banken), aber andere Unternehmen leben geradezu von einem sehr kooperativen und ausgeglichenen Betriebsklima (oft in sozialen Berufen, kommunalen Unternehmen, Gesundheitswesen, o.ä.).

Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung

Anhand der vorgestellten Konzepte können spezifische Maßnahmen der Mitarbeiterbindung ergriffen werden. Worauf es dabei ankommt und wie man diese Maßnahmen am besten zum Einsatz bringt erfährst Du hier.

1. Gute Feedback-Kultur

Eine erfolgreiche Feedback-Kultur im Unternehmen sieht regelmäßigen Austausch und Rückmeldungen zwischen Mitarbeitern und der Führungsebene vor. Sie basiert auf gegenseitigem Vertrauen und bricht hierarchische Barrieren auf, damit offen über Leistungen, Verhalten und Außenwirkung gesprochen werden kann. Eine gute interne Kommunikation ist entscheidend für die Feedback-Kultur und kann durch hilfreiche Tools wie eine Mitarbeiter-App gestärkt werden.

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2. Richtige Mitarbeiterführung

Über die richtige Mitarbeiterführung gibt es zahlreiche Meinungen, die in die unterschiedlichsten Richtungen gehen. Doch was führt am Ende wirklich zum Erfolg? Strenge Disziplin oder eine freundschaftliche Bande? Wie so oft gibt es auch hier nicht den einen perfekten Weg, da jede Unternehmenskultur anders funktioniert, weshalb verschiedene Tipps bei jedem unterschiedlich gut funktionieren.

Letztendlich baut auch die Mitarbeiterführung auf gegenseitigem Vertrauen auf. Durch Förderung von persönlichem Engagement und Eigeninitiative fühlen sich Mitarbeiter bestärkt, eigene Ideen einzubringen und Projekte innerhalb des Unternehmens zu übernehmen. Die Führungspersonen setzen dabei im Idealfall die Weichen, ohne ihre Mitarbeiter zu stark einzuengen.

3. Kreative und fordernde Arbeitsbedingungen

Trotz des weitverbreitenden Irrglaubens sorgen Prämien und Geld nicht unbedingt für das Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Wenn jedoch die Freude an der Arbeit selbst und eine gemeinsame Zielsetzung im Vordergrund steht, identifizieren sich Mitarbeiter auch emotional stärker mit dem Unternehmen, was zu einer guten Mitarbeiterbindung führt. Eine gute Balance zwischen der Förderung von Kreativität und anspruchsvollen Arbeitsbedingungen, bringt oft die besten Ergebnisse hervor. Optimierungen der Arbeitsbedingungen im Hinblick auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter sind wichtig und stärken die Motivation jedes Einzelnen, das Beste aus den persönlichen Leistungen herauszuholen. Man kann sich gut vorstellen, dass die gedankliche Kreativität von Mitarbeitern, die einem Kellerbüro hausen müssten eine andere ist als die von Mitarbeitern, die einem lichtdurchfluteten Loft arbeiten.

4. Attraktives Arbeitsumfeld

Die Motivation der Mitarbeiter ist ein kostbares Gut und kann den Unterschied zwischen ausreichenden und hervorragenden Leistungen machen. Wer seinen Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld schafft, zeigt ihnen Wertschätzung für ihre Leistungen. Natürlich hat nicht jedes Unternehmen die Möglichkeiten wie etwa die Internetgiganten Facebook, Apple und Co., deren Arbeitsumfeld in Punkto Gebäuden, Ausstattung, Dienstleistungen rund um die Arbeit oder auch dem Niveau der Kollegen quasi die Crème de la Crème darstellt. Hier wird mit nahezu unbegrenzten Mitteln der Maßstab gleich weltweit verschoben. Ob aber die Innovation des Produktes oder das Umfeld die Qualität des Produktes bedingt, ist umstritten. So oder so gilt aber überall, auch im kleinen Rahmen lässt sich Großes bewirken. Das kann bereits bei einem frei zugänglichen Kaffeeautomaten, besserer Beleuchtung, anspruchsvollerer Kantine oder einem Kickertisch im Pausenraum anfangen. Maßnahmen wie diese wirken anspornend und fördern zudem den Teamgeist. Sie werden nach gewisser Zeit aber auch selbstverständlich und Arbeitgeber, die diese Annehmlichkeiten nicht bieten, fallen zurück.

5. Flexible Arbeitszeitmodelle

Mitarbeiter schätzen Flexibilität und Mobilität am Arbeitsplatz heutzutage mehr denn je. Gerade Zeiten wie die Corona-Krise zeigen, dass die flexible Gestaltung der Arbeitszeit wichtig ist und Arbeitnehmer die Vereinbarkeit von beispielsweise Familie und Beruf erleichtert. Lange Pendelstrecken zur Arbeit nerven jeden, schaden der Umwelt und bringen dem Arbeitgeber erstmal nichts: da im Home Office seine Arbeit erledigen zu dürfen, wenn auch nur an bestimmten Tagen in der Woche, motiviert sehr. Wer seinen Mitarbeitern bei Elternzeitmodellen, Gleitzeit und Sabbaticals entgegenkommt, zeigt seine Wertschätzung und fördert die Mitarbeiterbindung ans Unternehmen. Das ist nicht nur bei Hochqualifizierten so, auch anderen Branchen mit hoher Fluktuation wie Pflege oder Logistik können mit diesen Modellen große Erfolge erreichen.

Wenn die Präsenz im Unternehmen abnimmt, ist es allerdings wichtig diese Lücke des persönlichen Kontakts zu füllen. Damit die interne Kommunikation durch die flexiblen Arbeitszeiten nicht leidet, bieten sich bspw. Mitarbeiter-Apps für das Smartphone an, die eine reibungslose Kommunikation unabhängig vom Aufenthaltsort gewährleisten. Die Nachrichten über die Arbeit der Kollegen gibt einem zudem das Gefühl, dennoch gut mit allen verbunden zu sein und so gemeinsam mehr erreichen zu können.

6. Förder- und Nachwuchsprogramme

Neue Zeiten und die neue Generation erfordern neue Maßnahmen. Heutzutage spielen Weiterbildungsmöglichkeiten für junge Arbeitnehmer eine große Rolle. Sie lechzen danach und wissen, es manifestiert Ihren zukünftigen Wert im Erwerbsleben. Die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, neue Skills zu erlernen und Interessen und Kenntnisse zu erweitern sind ausschlaggebend für die Mitarbeiterbindung der jüngeren Generationen. Gerade der Fachkräftemangel und die große Auswahl an Arbeitsplätzen sorgt dafür, dass Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter unterstützen und fördern sollten, um langfristig ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Wo der Mitarbeitende glaubt zu wachsen, da wird er nicht woanders hingehen, wo er vielleicht das Risiko eingeht, auf der Stelle zu treten.

7. Unternehmenskultur und -kommunikation

Eine gute Unternehmenskultur und interne Kommunikation wirkt sich immer auch auf die Zufriedenheit der Arbeitnehmer und die Mitarbeiterbindung aus. Unternehmen, die ihre Kommunikationsstrategie durch eine Mitarbeiter-App unterstützen, können einen reibungslosen Informationsfluss, schnelle Entscheidungswege und den Einbezug aller Mitarbeiter unabhängig von ihrem Arbeitsplatz bieten. Das führt langfristig dazu, dass Mitarbeiter gut vernetzt sind und der Teamgeist gestärkt wird.

8. Kommunikation der Unternehmensvision

Führungskräfte und auch Unternehmensgründer tun sich oft schwer mit dem für sie sperrigen Begriff der Vision. Dabei ist die Motivation nur dann besonders nachhaltig, wenn auch ein Sinn in der eigenen Tätigkeit erkannt wird. Sinn bedeutet, dass man auch weiß, woran man arbeit und wohin die Reise gehen soll. Wenn ein Mensch seine Lebenskraft einem Unternehmen bereitstellt, dann will er dies besonders dann gut machen, wenn er die Vision teilt. Es ist in etwa so, wie Saint Exépury es mal beschrieben hat:

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung. Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen. Sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Welches Meer also ist es, dass Ihr Schiff befahren soll? Nur Mut, beschreiben Sie Ihre Vision! Und wenn Sie sagen, sie wollen nicht gleich eine Delle ins Universum schlagen, wie es angeblich mal Steve Jobs gesagt hat, dann können sie immer noch erklären, was sie tun: Wir helfen mit unserem Produkt/unserer Dienstleistung, dass Menschen besser xxx und machen dies besser als jeder andere etc..

Wahrscheinlich ist kein Vortrag in den letzten Jahren bekannter geworden als der Golden Circle von Simon Sinek. Der Kreis bestimmt, warum manche Führungskräfte überzeugen können und andere nicht. Eines ist aber klar, wie auch immer die Vision lautet und wie gut sie auch immer ist: Am Ende muss sie den Mitarbeitern immer und immer wieder kommuniziert werden, damit sie ankommt.

 

Mitarbeiterbindung mit einer Mitarbeiter-App

Eine gute Kommunikation im Unternehmen kann Prozesse optimieren, Probleme aus der Welt schaffen, bevor sie überhaupt entstehen und Mitarbeiter motivieren und anspornen. Wie funktioniert das? Arbeitnehmer wollen sich gut informiert fühlen, in Entscheidungen miteingebunden werden und eine Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren.

All die Elemente der Mitarbeiterbindung, die wir oben beschrieben haben, müssen auch den Mitarbeitern klar und deutlich kommuniziert werden. Dadurch steigt die emotionale Identifikation mit den Werten und Zielen des Arbeitgebers und die Motivation, die Zukunft des Unternehmens aktiv mitzugestalten. Die Mitarbeiterbindung wird somit gestärkt und baut auf einer langfristigen, gegenseitig bereichernden Zusammenarbeit auf.

Oftmals stehen jedoch zahlreiche Kommunikationsprobleme diesem idealen Szenario im Weg. Viele Unternehmen kommunizieren unübersichtlich über mehrere Kanäle und erreichen dabei oftmals nicht alle Mitarbeiter. Vor allem Arbeitnehmer, die keinen Bürojob ausüben, kriegen viele Informationen, die beispielsweise über E-Mailverteiler verbreitet werden, gar nicht mit.

Eine Mitarbeiter-App dient der Verbesserung und Vereinfachung der Kommunikation und zielt darauf ab, alle Mitarbeiter zu erreichen und miteinzubeziehen. Besonders hilfreich ist hierbei:

  • Die Verbindung mehrerer Kommunikationsinstrumente in nur einer App
  • Die Nutzbarkeit auf dem Smartphone, wodurch alle Mitarbeiter standortunabhängig erreicht werden
  • Die Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit
  • Die bessere Erreichbarkeit aller Mitarbeiter
  • Die Wissensbündelung und die effiziente Unterstützung der Selbstorganisation von Arbeitnehmern

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Wie Rewe-Weiß die Quiply Mitarbeiter-App nutzt, um junge Mitarbeiter zu halten

Ein gutes Beispiel für den erfolgreichen Einsatz einer Mitarbeiter-App ist Rewe-Weiß, die Quiply nutzen, um junge Mitarbeiter zu halten. Durch die Einführung der App konnten Kommunikations- und Entscheidungswege verkürzt und die sofortige Verfügbarkeit wichtiger Unterlagen für alle Mitarbeiter gewährleistet werden. Jeder Benefit und jede Verbesserung der Arbeitsumgebung wurde hier den Mitarbeitern vorgestellt. Vorbilder erfahren besondere Würdigung und erhalten Anerkennung auch von den Kollegen.

Durch verschiedene Channels können sich die einzelnen Abteilungen besser vernetzen und neue Mitarbeiter schnell auf einen gleichen Wissensstand gebracht werden. Auch das verbessert den Zusammenhalt und das Gefühl, Teil des Unternehmens zu sein. Inhaber Christian Weiß erklärt:

„In meiner Rolle ist so eine App sehr praktisch. Es gehen weniger Informationen verloren und ich kann gezielter informieren. Durch die Echtzeit-Kommunikation spare ich mir und meinen Mitarbeitern viel Zeit. Es ist gut für das Betriebsklima, dass ich die Mitarbeiter jetzt viel besser als vorher erreichen kann.“

In unseren weiteren Blogbeiträgen erfährst du noch mehr darüber, wie Quiply die interne Kommunikation verbessert und als Maßnahme für die Mitarbeiterbindung eingesetzt werden kann.

...Äh, habt Ihr echt noch keine Mitarbeiter-App?

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Autoren: Annika Hynek und Markus Bußmann Illustrationen: Beatriz Simoes

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